Produziert von Fabrizio Egger und gemastert von Dan Suter, erzählt „Nassilia“ die Geschichte eines Landes, welches in einer Unzahl von härtesten Gesetzen versinkt. Nassilia ist ein Land, in dem jeder darauf angewiesen ist, sich selber der Nächste zu sein, wovon der Song „Fress oder sterb“ handelt. Der Beat zu diesem Song stammt von niemandem Geringerem als ZeDe, dem Schweizer Beatbox-Weltmeister von 2009.
Die Geschichte von „Nassilia“ wird durch Berichte von „Radio 23“ erzählt, einer fiktiven Radio-Station des Nachbarlandes von Nassilia. Über „Radio 23“ berichten Janine Wassmer als Studiomoderatorin und Michael Mettler als Aussenreporter von unzähligen Strafregistereinträgen und von der Flucht vieler Menschen zu Lamandra, einer esoterisch anmutenden Staatsreligion mit ihrem spirituellen Führer Sedit. Unruhe kommt auf, als das Gerücht die Runde macht, dass ein gewisser Leonido aufgetaucht sei, der anscheinend noch keinen einzigen Strafregister-Eintrag hat. Radio 23 heftet sich an seine Fersen…

Die sich daran anschliessenden drei Songs „Opferstopp“, „Free“ und „Gäge de Strom“ verdeutlichen die Botschaft, die dieser mysteriöse Leon ido in die Welt hinaus trägt. „Opferstopp“, wieder mit einem Beat von ZeDe, ist ein Aufruf zur Gewaltlosigkeit in einer verrohten Welt. Der Song „Free“, mit Gesang und Komposition vom grossen Musiktalent Saymo’k, beschreibt die Schönheit der Freiheit.
„Gäge de Strom“ (Musik: Saymo’k) enthält ein Featuring mit dem aufstrebenden Schweizer Rapper Stego und besingt auf schnippische Art und Weise die Auflehnung gegen die Macht von ungesunden Trends in der Gesellschaft. Die folgenden aufrüttelnden Songs „Kei Chance“ (Musik: Varisto), „Real“ (Musik: Saymo’k) und „Das esch dis Läbe“ feat. Jozzy (Musik: Saymo’k) greifen Themen wie Abtreibung, Selbstmord und Verantwortlichkeiten im Leben auf.
Je länger das Album „Nassilia“ dauert, desto dramatischer spitzt sich die Situation um Leonido zu. Durch seine weisse Weste zieht er nicht nur viel Bewunderung, sondern ebenso viel Neid auf sich. Als eine anonyme Person mit dem Pseudonym „Boss“ in der Nationalen Strafdatenbank anruft und anordnet, alle Einträge aller Einwohner von Nassilia auf Leonido zu übertragen, wird dieser Auftrag mit grosser Schadenfreude sofort ausgeführt und die Polizei alarmiert, um den neu ernannten Schwerverbrecher zu verhaften.
„Schweiss us Bluet“ mit der Musik des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten SAD erzählt von der Angst vor der Stunde der Entscheidung. Die erbosten Einwohner Nassilias verschaffen ihrer Wut in „Biis is Gras“ (Musik: Fabrizio Egger) Luft, woraufhin bekannt wird, dass Leonido in einer Nacht und Nebel-Aktion zum Tod verurteilt wurde. Im Song „Es esch vollbracht“ (Musik: Saymo’k) muss sich Leonido in sein Schicksal – seinen Tod – fügen, was in „Hoffnigslos“ feat. Silas K (Musik: Saymo’k) zu einer absoluten Verzweiflung unter seinen Anhängern führt. Doch dies ist nicht das Ende. Nassilia enthält noch eine dramatisch Wendung. Wie Radio 23 herausgefunden hat, tauchen drei Tage nach der Hinrichtung immer wie mehr Berichte auf, dass Einwohner von Nassilia Leonido wieder gesehen haben. In der gleichen Stunde flattert die Meldung ins Studio, dass Sedit, der grosse Widersacher von Leonido, an einem Herzinfarkt gestorben ist. Die Schlussfrage der Moderatorin „Sedit ist tot, Leonido lebt wieder, was erwartet Nassilia noch alles?“ gipfelt im grossartigen Schlusssong „Hope“. Mit Musik von SAD, einem genialen Featuring mit dem Weltmusiker Wally Warning und eingängigen Raps von Sent wird eine Hoffnung beschrieben, die auch durch die schwersten Schicksalsschläge nicht zerstört werden kann.